Die 2. Staffel setzt nahtlos an die 1. an. Yuugo ist jetzt schon eine Zeitlang an der Ooezo-Oberschule und hat eine Menge über Landwirtschaft gelernt. Auch im Reitclub geht es voran, auch wenn Yuugos Verhältnis zu Pferden - vor allem zu einem bestimmten Pferd - nicht so ganz unkompliziert ist. Doch seine Mitschülerin Aki liebt Pferde über alles, und so gibt auch Yuugo sein Bestes. An anderer Stelle ziehen hingegen dunkle Wolken auf. Immer wieder wurde thematisiert, daß ein Bauernhof wenig Romantisches an sich hat, sondern ein Wirtschaftsbetrieb ist, der sich rechnen muß. Doch das ist heutzutage nicht so leicht. Yuugos Freund Ichirou ist ein trauriges Beispiel dafür. Sein Vater starb vor ein paar Jahren an Überarbeitung, doch kurz vorher nahm er auf seine Farm noch einen Kredit auf, um den Betreib zu erwereitern. Da er aber starb, ging die Rechnung nicht auf. Ichirou hat nun auf eine Karriere als Profi-Baseballspieler gesetzt, doch bei der Hokkaidou-Meisterschaft verpassen er und seine Mannschaft den Einzug ins Finale, wenn auch nur ganz knapp. Ichirous Karriere und der Traum vom großen Geld sind damit ausgeträumt. Er muß sogar die Schule abbrechen und arbeiten gehen, um den Kredit zurückzuzahlen und seine Mutter und seine beiden kleinen Schwestern zu unterhalten. Yuugo bekommt das alles hautnah mit und ist entsetzt über die Härten, in die Menschen geraten können, weil sie kein Geld mehr haben. Aber herbeizaubern kann er nun mal auch keins. (Eine Anmerkung dazu kann ich mir nicht verkneifen: Geld herbeizaubern können bekanntlich Zentralbanken, aber damit schaffen sie nur Geld, keinen Reichtum.) Ein Bauernhof garantiert also, anders als zunächst gedacht, doch keinen "Silver Spoon".
In der ganzen 1. Staffel waren auch Yuugos Zukunftspläne und Träume ein immer wiederkehrendes Thema: er hat nämlich weder das eine noch das andere, und unterscheidet sich damit von allen seinen Klassenkameraden. In der 2. Staffel ändert sich daran nichts, doch er beschließt immerhin, Aki bei ihrem Traum zu unterstützen. Eigentlich soll Aki die Farm ihrer Familie übernehmen, doch sie will wieder mit Pferden arbeiten. Dazu braucht sie aber ein Universitätsstudium. Und da sie sich mit dem Lernen des ganzen theoretischen Stoffes ziemlich schwertut, gibt Yuugo ihr Nachhilfe.
Fazit
Als vollkommener Laie würde ich sagen, daß hier das landwirtschaftliche Leben ziemlich realistisch dargestellt ist. Genau wie die 1. Staffel ist auch die 2. sehr gut gelungen. Die Geschichte von einer Gruppe sympathischen jungen Menschen, die in diesem speziellen Berufszweig ihren Start ins Leben vorbereiten mit all den Schwierigkeiten, der harten Arbeit, aber auch den schönen Seiten, ist sehr gut und glaubwürdig erzählt.
Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 11
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Gin no Saji TV1